27.02.2015

Personalkosten

Ein sehr wichtiger Aspekt für die Renditefähigkeit eines Fussballvereins ist die Personalaufwandsquote, auch Personalkostenquote genannt.

Wikipedia:
Personalaufwandsquote

Die Personalaufwandsquote liegt bei Borussia Dortmund durchgehend bei unter 50%. Berechnet wird dafür üblicherweise der Ex-Transfer Umsatz.

So hat sich die Personalaufwandsquote in den letzten Jahren entwickelt:

2009/10  45.6%
2010/11  44.4%
2011/12  42.3%
2012/13  41.9%
2013/14  42.1%
2014/15  44,7%
2015/16  49,9%

In der letzten Saison hat sich die Personalkostenquote auf 49,9% Ex-Transfers erhöht. Hauptsächlicher Grund waren die fehlenden Champions League Einnahmen. Borussia Dortmund hat in dieser Saison das Risiko leicht erhöht, indem sie bei der Vertragsverlängerung mit Reus und Aubameyang diesen beim Sockelbetrag ein Champions League Gehalt geboten hatte. Watzke hatte mehrfach betont, daß der damalige Kader nicht zu finanzieren gewesen wäre, falls man die CL erneut verpassen hätte.

Sollte der derzeitige Kader im wesentlichen auch in den nächsten Jahren zusammenbleiben, dürfte sich die Kostenstruktur aber wieder verbessern, da man deutliche Umsatzsteigerungen durch neuen TV Vertrag erwartet. Insofern war das eingegangen Risiko nicht wirklich hoch. Schalke und der HSV haben durchgängig eine Personalkostenquote von 50%, bei einigen europäischen Topclubs liegt diese Quote sogar erheblich höher:

"In 2014/15 Dortmund’s wages were 13th highest of the top 15 clubs in the Money League, while their wages to turnover ratio was easily the lowest. Even after the 2015/16 rise to 49%, it would still be below all the others with the exception of Bayern."

The Swiss Ramble, 11.10.2016
Borussia Dortmund - The Sound Of The Crowd




23.02.2015

Bewertungsvergleich mit anderen Fussballvereinen


Eine Grafik von halbprofi87 aus dem Ariva Forum:



Die Bewertung bezieht sich auf die Forbes Liste, da nicht alle Vereine an der Börse notiert sind. Bei den börsennotierten Vereinen fällt auf, daß es bei keinem Verein eine wesentliche Diskrepanz zwischen der Forbes Bewertung und der Börsenkapitalisierung gibt. Außer bei Borussia Dortmund natürlich. Ich gehe zudem davon aus, daß der Wert von Borussia Dortmund bei der nächsten Forbes Liste deutlich steigen wird.


20.02.2015

Die Halbjahreszahlen (update: 23.2.2015)

Borussia Dortmund gab am 20.2.2015 bei den vorläufigen Zahlen zum ersten Halbjahr einen Konzernhalbjahresüberschuss in Höhe von 3,7 Mio (Vorjahr: 8,2 Mio) bekannt. Da die Hypothekenschulden auf das Stadion vorzeitig abgelöst wurden, gab es eine einmalige Vorfälligkeitsentschädigung. Diese wurde auf ca. 5,5 Mio geschätzt, fiel aber nun mit nur rund 4,3 Mio deutlich günstiger aus.
Diese Kosten sind einmalig, werden das Ergebnis also zukünftig nicht weiter belasten. Im Gegenteil, ich rechne für die nächsten Quartale mit einer Verbesserung des Ergebnisses:

"Allein mit dieser Maßnahme werden pro Saison etwa fünf bis sechs Millionen Euro frei, die nicht mehr für Zinsen und Tilgung ausgegeben werden müssen."

21.11.2014
Borussia Dortmund ist schuldenfrei

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser mit Kursziel 7 Euro hatten für das Gesamtjahr ein Ergebnis von lediglich 2,7 Mio geschätzt, nun wurde dieses Ergebnis bereits im Halbjahr um deutliche 37% übertroffen.

Auch sämtliche Umsatzschätzungen der Analysten werden sehr wahrscheinlich deutlich übertroffen, ich rechne mit ca. 280 Mio Umsatz im Gesamtjahr, das entspräche einer Steigerung von 7,42%.
Die Umsätze stiegen allein im Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 13,7 Mio, bzw. 10,1%

Dabei ist zu beachten, daß es im Vorjahr ein Bundesliga Heimspiel mehr gab, auch das DFB Achtelfinale fand im Vorjahr im ersten Halbjahr statt. Diese Umsätze werden also im zweiten Halbjahr stattfinden.

17.11.2014
Die Analysten Schätzungen

Ein wichtiger Grund für die deutlich bessere Renditefähigkeit von Borussia Dortmund liegt in der weitaus günstigeren Personalkosten Quote als von Hauck & Aufhäuser geschätzt. Die Personalkosten Quote ist auf unter 40% gesunken, d.h. die Einnahmen (Umsätze) sind stärker gestiegen. Hauck & Aufhäuser nahm für das Gesamtjahr eine Steigerung dieser wichtigen Kennziffer auf 44,4% an. Eine klare Fehleinschätzung.