28.08.2013

Close Brothers Seydler

Die Analysten von Close Brothers Seydler haben ihr Kursziel von 5 Euro bestätigt, dabei aber ihre Gewinnschätzungen nach unten revidiert. Begründet wird das mit den höheren Personalkosten, insbesondere für Lewandowski.

Das ist allerdings grober Unsinn. Bei der Bilanzpressekonferenz stand die Gehaltserhöhung für Lewandowski bereits fest, es wurde aber explizit auf sinkende Personalkosten hingewiesen!

Die Analysten nehmen steigende Personalkosten bei mäßigem sportlichem Erfolg an, das ist schlicht falsch. Im Falle eines Ausscheiden aus der Champions League Gruppenphase, Nichterreichen des Pokal Achtelfinales und 70 Punkten in der Bundesliga sinken die Personalkosten von derzeit 76 - 77 Millionen auf 68 Millionen.

Die Personalkosten würden nur bei einem ähnlichen Erfolg wie in der letzten Saison steigen und zwar um ca. 40%

Quellen:
Bilanz Pressekonferenz

27.08.2013

TV Auslandsvermarktung (zuletzt aktualisiert am 4.9.2016)


Der neue TV Vertrag ab 2017/18 bringt der Bundesliga insgesamt ca. 240 Mio (TV Inland 1,16 insgesamt 1,4 Mrd). Da Borussia Dortmund aus dem Leistungstopf die meisten Einnahmen erhält und die internationalen schwachen Jahre 2010/11 und 2011/12 aus der 5 Jahreswertung fallen, dürfte es bei den Gesamteinnahmen auf eine ca. Verdopplung der bisherigen Einnahmen hinauslaufen. Die Gesamteinnahmen In- und Ausland für die Bundesliga steigen um 85%. Über die Verteilung der TV Inlandseinnahmen ist noch nicht entschieden, aber auch hier dürfte Borussia Dortmund mit überproportionalen Steigerungen rechnen.

Insgesamt erhält Borussia Dortmund durch TV In- und Ausland in der Saison 16/17 ca. 63 Mio Einnahmen, die TV Einnahmen dürften also um mindestens 60 Mio steigen.

In den neuesten Quellen wird gar von rund 1,5 Mrd durch die neuen TV Verträge gerechnet, das hieße die Auslandsvermarktung könnte noch deutlicher steigen (1,16 Mrd Inland + 340 Mio Ausland)

Der Tagesspiegel, 24.8.2016

Für den weiteren Verlauf rechnet Watzke mit einem Anstieg der Auslandserlöse für die Bundesliga bis zu 500 Mio in den nächsten 5-10 Jahren.

schwatzgelb.de, 6.5.2016

BVB Analyst Oddo Seydler hat in seiner Schätzung vom 18.8. die Umsatzprognose von 325 Mio auf 414 Mio drastisch angehoben. Er schätzt nunmehr 60 Mio höhere Einnahmen durch den neuen TV Vertrag inkl. Ausland und neuer Verteilung und nannte sogar noch höhere Einnahmen als möglich. 



22.08.2013

Bilanz Pressekonferenz vom 22.8.2013

Video der kompletten Bilanzpressekonferenz

Die vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2012/13 sind sehr gut. Es wurde das obere Ende der Erwartungen erzielt, die Konsensschätzungen wurden deutlich übertroffen. Close Brothers & Seydler nannte zuletzt einen Umsatz von 292 Millionen, dieser wurde mit 305 Millionen übertroffen. Das Kursziel von CBS lautet 5 Euro.

Was mir ganz außerordentlich gefallen hat:

1. Die Personalkosten

Die Personalkosten für den Lizenskader lagen bei 77 Millionen.

Im Falle eines Ausscheiden aus der Champions League Gruppenphase und ähnlichem Abschneiden in den übrigen Wettbewerben sinken diese Personalkosten auf 68 Millionen.

Die zahlreichen Pessimisten haben ständig darauf verwiesen, daß die um 40% steigenden Personalkosten bei den Sockelbeträgen ein großes Problem darstellen würde. Das Gegenteil ist der Fall. Man müsste erneut das Champions League Finale erreichen, um auf eine Steigerung von 40% zu kommen. Das als negativ zu bezeichnen, halte ich für sehr gewagt. :eek:

2. Schulden

Wird von allen generell falsch verstanden, Fussballfans sind nun mal keine Bilanzexperten. Die 44 Millionen für Götze wurden als Forderung verbucht und kommen damit in die Gewinn- und Umsatzbilanz.

3. Einmaleffekte

Rekordergebnis in der Saison 2010/11, schön und gut, aber ohne den Sahin Transfer wäre das nicht möglich gewesen. Rekordergebnis in der Saison 2011/12, aber ohne die Transfers Kagawa/Barrios wäre das nicht möglich gewesen und so weiter und sofort.

Nun hat man in dieser Pressekonferenz mit diesen Märchen ein für allemal aufgeräumt:

Ohne Transfers stieg der Umsatz auf 253 Millionen. Das ist eine ganz krasse Steigerung auf allen Ebenen. Inklusive Transfers lag der Umsatz das Jahr davor deutlich niedriger. Klarer geht es gar nicht mehr.

4. Dividende

Sie wird um 60% angehoben. Ein ganz klares und deutliches Zeichen. Das wurde von einigen erhofft, konkret wurde aber weniger erwartet. Es ist bei Fussballaktien in Europa ein absolut einmaliger Vorgang.

5. Marktkapitalisierung

Watzke reagierte auf die ständigen Vorhaltungen, die BVB Aktie wäre keine Erfolgsgeschichte. So hat es Watzke formuliert: Am ersten Abend des Börsengangs war Borussia Dortmund am Aktienmarkt 128 Millionen wert. Bei seinem Amtsantritt am 15.2.2005 waren es 74 Millionen und zwei Tage vor der Bilanzpressekonferenz am 20.8.2013 waren es 215,6 Millionen.

Man kann die Bilanzpressekonferenz auch auf YouTube sehen, die Aussagen zur Marktkapitalisierung gibt es ab Minute 10:26: Bilanzpressekonferenz YouTube