04.09.2016

Der neue TV Vertrag

Beim letzten TV Vertrag sprach Karl-Heinz Rummenigge von einem Meilenstein in der Geschichte der Bundesliga, die Erlöse wurden um 52% gesteigert. Nun hat sich dieses Wachstum sogar noch beschleunigt, für die nächsten vier Jahre erhält die Bundesliga 4,64 Milliarden, dies entspricht 1,16 Mrd jährlich und einer Steigerung von 85%. Damit wurde das obere Ende der Erwartungen getroffen, DFL Chef nannte 1,1 - 1,5 Mrd aus den neuen TV Verträgen, allerdings inklusive TV Auslandsvermarktung !

Inklusive TV Auslandsvermarktung sollen die Einnahmen für die Bundesliga bei rund 1,5 Mrd liegen, über die neue Verteilung dieser Gelder soll im Dezember 2016 entschieden werden (auch über die CL Reform wird es im Dezember endgültige Verlautbarungen seitens der UEFA geben).

Der Tagesspiegel, 9.6.2016
Bundesliga bringt Rekordsumme von 4,64 Milliarden Euro

Der Tagesspiegel, 24.8.2016
Verteilung der TV-Gelder bleibt strittig

Für Borussia Dortmund wird die neue TV Gelder Verteilung und die TV Auslandsvermarktung sehr entscheidend sein. BVB Analyst Oddo Seydler schätzte am 18.8.2016 60 Mio Mehreinnahmen für Borussia Dortmund durch die neuen TV Verträge, in einem Gespräch mir ggü hielt er sogar höhere Mehreinnahmen für möglich.



26.08.2016

BVB Analyst Oddo Seydler

So haben sich die Dreijahresschätzungen von Oddo Seydler in zwei Jahre verändert, Schätzung August 2014:

Umsatz 13/14 260,7 Mio
Umsatz 14/15 256,1 Mio
Umsatz 15/16 272,9 Mio

Insgesamt 789,7 Mio Umsatz, durchschnittlich 263 Mio jährlich

Schätzung August 2016:

Umsatz 15/16 380 Mio
Umsatz 16/17 376 Mio
Umsatz 17/18 414 Mio

Insgesamt 1170 Mio Umsatz, durchschnittlich 390 Mio jährlich. Zwar wurde die Schätzung für 2015/16 sehr knapp verfehlt, allerdings lag er bei seinen Schätzungen zu Beginn der neuen Saison bisher immer deutlich zu niedrig. Konkret schätzt er keine weiteren Transfereinnahmen.

Bei den sportlichen Annahmen geht Seydler vom CL Achtelfinale, Pokal Viertelfinale und Bundesliga Platz 4 aus. Die Anleger würden sich aber zu sehr auf den kurzfristigen Erfolg konzentrieren, anstatt die stark verbesserten langfristigen Perspektiven des Unternehmens zu berücksichtigen.

Letztlich war es unausweichlich, daß er sein Kursziel nach oben anpassen musste, das Kursziel lag bei seiner Schätzung am 14.8.2014 zwar bei 6 Euro, wurde bei den sportlichen Turbulenzen der Saison 2014/15 aber auf 5 Euro zurückgenommen, nun hat man bei der Dreijahresschätzung 380 Mio Mehreinnahmen und das Kursziel liegt wieder bei 6 Euro.

Allerdings hat sich seine Angabe zur fairen Bewertung sehr stark verändert, sie liegt nun bei einem Aktienkurs von 9,80

Ich finde die Analyse insgesamt durchaus schlüssig. Er schätzt 60 Mio Mehreinnahmen durch den neuen TV Vertrag ab der Saison 2017/18. Die neue CL Reform ab 2018/19 wäre der nächste Kurstrigger, hier sieht er mögliche Mehreinnahmen von mehr als 50%.



Die Champions League Reform

Soeben hat die UEFA eine Champions League Reform ab der Saison 2018/19 angekündigt. Demnach erhalten die vier Top Ligen Spanien, Deutschland, England und Italien vier fixe Startplätze für die Champions League, bisher waren es nur drei für die Bundesliga (für einen vierten musste man sich qualifizieren).

Die Hälfte der Fix-Plätze werden damit von den vier Topnationen besetzt, daß sich schwächere Ligen über Qualifikation und Play-Offs einen Zugang verschaffen können, wird erschwert. Im Dezember wird die UEFA einen detaillierten Plan für die Neuverteilung der Startplätze veröffentlichen.

Damit hat die Bundesliga eine größere Planungssicherheit. Der weitaus wichtigere Punkt für die BVB Aktie wäre aber die Umgestaltung der finanziellen Rahmenbedingungen, diese sollen zugunsten der Top-Clubs verändert werden. Es wird erstmalig ein Teamkoeffizient berücksichtigt, während der Anteil der Länderwertung im sogenannten Marktpool reduziert wird. Gleichzeitig wird der Anteil an der fixen Startprämie zurückgehen.

Ich schätze konservativ mit ca. 70% höheren Einnahmen in der Champions League ab 2018/19, Erreichen des Achtelfinales wäre eine Bedingung.

http://www.uefa.com, 26.8.2016
UEFA club competition changes from 2018

Stuttgarter Nachrichten, 26.8.2016
Reform der Champions League macht Bundesliga zum Gewinner

espnfc.com, 15.8.2016
What the UEFA Champions League changes mean and how they happened

Über 6 Monate wurde darüber verhandelt, es gab ein klares Drohszenario Superliga wo es um gänzlich andere Summen ging. Ich zitiere aus dem obigen Artikel:

"I'm told that negotiations went on for six months and, at times, got rather nasty. Once they agreed to stay in, the clubs asked for a whole bunch of other things, beyond the guaranteed Champions League places."

Es ging mitunter sehr rauh zu und es ging um eine Reihe von anderen Dingen, über die garantierten CL Plätze hinaus. Gemeint ist natürlich der finanzielle Aspekt.

In einer neuen Analyse vom 30.8.2016 schätzt BVB Analyst Oddo Seydler über 50% Mehreinnahmen durch die CL Reform, die Details würden im Dezember veröffentlicht, ggf. würde der Analyst die Schätzung dann weiter anpassen.

Der Kicker geht von einer Gesamtsteigerung von ca. 36% von 2,35 Mrd - 3,2 Mrd Euro aus. Bedingt durch die neue Verteilung würden sich die Einnahmen für die Topclubs aber nahezu verdoppeln. Für den Fall einer Achtel- oder Viertelfinalteilnahme von Borussia Dortmund halte ich daher Einnahmesteigerungen von ca. 70% als realistisch.

Kicker, 4.9.2016
Über 100 Millionen Euro für die Topvereine!

Durch die harten Verhandlungen mit den Vertretern der Topclubs musste die UEFA weitere weitgehende Zugeständnisse machen, sie verlieren die Kontrolle, die Topclubs entscheiden zukünftig über die Verteilung mit:

Sponsors.de, 6.9.2016
UEFA verliert Kontrolle über Champions League

Schon jetzt wird intensiv diskutiert, was nach der CL Reform kommt, wenn also der Dreijahreszyklus 2018 - 2021 vorbei ist. Die Ideen der Superliga oder World Soccer Liga sind nicht vom Tisch, es gäbe einige Konkurrenten zur UEFA.

Sponsors.de
Wanda plant Konkurrenz-Produkt zur Champions League

Dabei sollen die vier Topligen sogar sechs garantierte Startplätze bekommen. Nun hat sich der Präsident der spanischen Liga ggü der Financial Times zu Wort gemeldet, das Interesse an dem Wanda Vorschlag wäre gestiegen.

Bereits in der laufenden Saison werden die Prämien für die CL vorzeitig nach oben angepasst, Startgeld erhöht sich um 0,7 Mio, jede weitere KO Runde bringt weitere 0,5 Mio. Die Anpassung vor dem Ende des Dreijahreszyklus ist sehr ungewöhnlich, die UEFA reagiert damit wahrscheinlich auf den Druck seitens der Topclubs. Es ging darum, daß die UEFA nicht sämtliche Gelder ausschüttet.



09.06.2016

Die Analysen von Bankhaus Lampe

In den letzten 6 Jahren gab es bei der BVB Aktie keine Analyse, in der die Umsatzschätzungen, die zu Beginn der Saison gemacht wurden, nicht deutlich geschlagen wurde. Besonders auffällig ist dabei Bankhaus Lampe:

Saison Analysedatum Prognose Geschäftsbericht
2010/11 27.05.2010 103,3 151,5
2011/12 06.06.2011 143,4 215,2
2012/13 20.06.2012 164,4 305
2013/14 23.08.2013 242 260,7
2014/15 14.03.2014 254,1 276
2015/16 30.09.2015 265
376,3 *

*vorläufige Zahlen Bilanzpressekonferenz

In sechs Jahren hat sich Bankhaus Lampe also um über 400 Millionen verschätzt!! Im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 wurde der von Bankhaus Lampe genannte Umsatz um schätzungsweise 111 Mio (!!!) übertroffen. Die Prognose 265 Mio hatte Bankhaus Lampe am 28.1.2016 sogar bestätigt, als also bereits die wichtigsten sportlichen Ereignisse sicher waren, es Transfereinnahmen für Jonas Hofmann und Immobile gab und in den Quartalsberichten sehr deutliche Umsatzsteigerungen erkennbar waren, die diese Prognose unmöglich machten.

Wenn man die Schätzungen genauer untersucht, stellt man mühelos fest, daß die Umsätze auch Ex-Transfers viel stärker gestiegen sind, als vom Analysten angenommen und daß die Umsätze auch bei unerwartet  schlechten sportlichen Ergebnissen, also die Saison 2014/15 wo die CL Platzierung verpasst wurde, stärker stiegen als erwartet. In dem Umsatz von 276 Mio der Saison 2014/15 sind die Gelder für die CL Ausfallversicherung (ca. 12 Mio) zudem nicht enthalten, jeder Analyst hätte es aber wissen und darauf hinweisen müssen, es stand im Wertpapierprospekt zur Kapitalerhöhung. 

Besonders krass sieht man die Fehleinschätzung bei Betrachtung der längerfristigen Prognosen von Bankhaus Lampe. Für die Saison 2012/13 hatte Bankhaus Lampe am 6.6.2011 115,9 Mio Umsatz prognostiziert, sie irrten sich also um unglaubliche 189 Mio!! 

In der Saison 2017/18 kommen eklatant höhere Einnahmen durch den neuen TV Vertrag. Bankhaus Lampe erwartet für diese Saison lediglich eine Umsatzsteigerung von 14 Mio ggü dem Vorjahr, also insgesamt 292 Mio, eine krasse Fehleinschätzung. Auch nach den zahlreichen neuen Quellen zur Lage rund um den neuen TV Vertrag hielten sie am 28.1.2016 an dieser Prognose für 2016/17 fest.

Ich gehe davon aus, daß Bankhaus Lampe demnächst die Umsatzprognosen um weitere mehrere hundert Millionen nach oben korrigieren muss, das haben sie geschätzt:

2015/16 265 Mio → wird um 111 Mio (!!!) nach oben angepasst
2016/17 278,3 → muss um mindestens 70 Mio nach oben angepasst werden, falls es sportlich sehr durchwachsen läuft (Bundesliga Platz 6, frühes CL und Pokal Aus, keine weiteren Transfereinnahmen, wird der Umsatz bei mindestens 350 Mio liegen!! Das steht faktisch fest, habe darüber mit CFO Thomas Treß telefoniert), nimmt man einen halbwegs normalen sportlichen Verlauf an, würde der Umsatz klar höher liegen-
2017/18 292,2 Mio → muss ebenso um mindestens 70 Mio nach oben angepasst werden, und zwar für den Fall, daß man nur Euro League spielen sollte.  Grund ist der neue TV Vertrag mit ca. 60 Mio Mehreinnahmen.

Falls man hingegen 2017/18 CL spielen sollte, werden sie den Umsatz um mindestens 160 Mio nach oben anpassen müssen und zwar EX-Transfers !!! Erinnert mich stark an die Saison 2011/12 wo sie sich bei der Umsatzprognose für 2012/13 um 189 Mio verschätzt hatten! Bezüglich der Nettogewinne ist die Sache auch eindeutig, aufgrund der gravierenden Transfereinnahmen wird das Ergebnis sowohl im abgelaufenden als auch im laufenden Jahr klar höher ausfallen, als von Lampe geschätzt.

Fazit: Bei sportlich durchwachsenen Resultaten (Bundesliga Platz 6) wird Bankhaus Lampe die Dreijahresschätzung um mindestens 250 Mio anheben müssen, falls man die CL erreicht, werden die Schätzungen sogar noch viel deutlicher angepasst werden müssen.


26.05.2016

Die faire Bewertung der BVB Aktie

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bewertet Borussia Dortmund mit 830 Mio Euro. "KPMG bewertete die Klubs anhand von fünf Kriterien: Profitabilität, Popularität, sportliches Potenzial, Fernsehrechte und Stadion-Eigentumsrechte."

http://www.sport1.de/fussball/2016/05/fc-bayern-auf-platz-vier-der-wertvollsten-vereine-europas

Originalquelle, 18 Seiten pdf, footballbenchmark.com

In der neuen Forbes Liste nimmt der BVB Rang 11 ein. Der Wert von Borussia Dortmund wird mit 836 Mio Dollar angegeben, das entspricht 750 Mio Euro.

So hat sich der Forbes Wert von Borussia Dortmund entwickelt:

2013 456 Mio Dollar
2014 599 Mio Dollar
2015 700 Mio Dollar
2016 836 Mio Dollar

Im Unterschied zu KPMG reflektiert die Forbes Liste den Stand der vergangenen Saison. Grundlage dieser Berechnungen sind die Deloitte Listen, also Umsatz ohne Transfers und eine Nichtberücksichtigung der Schuldenstände.

http://www.forbes.com/soccer-valuations/list/

Der Wert von Bayern München wird in dieser Forbesliste mit 2,68 Milliarden Dollar angegeben.

Bei der Bilanzpressekonferenz von Borussia Dortmund am 19.8.2016 nannte CFO Thomas Treß eine faire Bewertung von 750 Mio. BVB Analyst Marcus Silbe nannte in seiner Analyse vom 18.8.2016 eine faire Bewertung bei 902 Mio. 

Eine Börsenkapitalisierung von 750 Mio würde einem Aktienkurs von 8,15 entsprechen, 902 Mio entspräche einem Aktienkurs von 9,80. Bei einem Aktienkurs von 4,25 liegt die Börsenkapitalisierung momentan aber bei lediglich 391 Mio.

Ich habe mit dem BVB Analysten von Oddo Seydler über die immer größer werdende Diskrepanz zwischen Kursziel und fairer Bewertung gesprochen. Er meinte, der Markt würde den Focus immer noch viel zu sehr auf aktuelle sportliche Resultate legen, die aber gegenüber den eigentlichen Kurstriggern neue TV Auslandsvermarktung , neuer TV Vertrag sowie der CL Reform lediglich eine Lappalie darstellen würden. Letztlich würde sich aber vermutlich auch beim Markt die Erkenntnis durchsetzen, daß 60 Mio Mehreinnahmen durch den neuen TV Vertrag bedeutsamer wären als z.B. ein Ausscheiden im EL Viertelfinale gegen Liverpool.






11.03.2016

Vergleich der Gewinne

Hier die Nettogewinne von Bayern München inklusive Transfereinnahmen als diese einen ähnlich hohen Umsatz hatten wie Borussia Dortmund jetzt:

07/08 Umsatz 286,8 Mio € Gewinn 2,1 Mio €
08/09 Umsatz 268,7 Mio € Gewinn 2,5 Mio €
09/10 Umsatz 312,0 Mio € Gewinn 2,9 Mio €
10/11 Umsatz 290,9 Mio € Gewinn 1,3 Mio €

durchschnittlicher Nettogewinn: 2,2 Mio €


Nettogewinne von Borussia Dortmund:

11/12 Umsatz 215,2 Mio € Gewinn 27,5 Mio €
12/13 Umsatz 305,0 Mio € Gewinn 51,2 Mio €
13/14 Umsatz 260,7 Mio € Gewinn 12,0 Mio €
14/15 Umsatz 276,0 Mio € Gewinn 5,5 Mio €

durchschnittlicher Nettogewinn: 24,05 Mio €

Ich erwarte folgenden Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16:

Umsatz 380 Mio € Gewinn 27 Mio €


30.11.2015

Ist sportlicher Erfolg eine Bedingung für die BVB Aktie?

Es ist ein oft gehörtes Totschlagargument gegen die BVB Aktie:

Die finanzielle Gesundung wäre nur durch den sportlichen Erfolg möglich geworden. Wegen diesen Unwägbarkeiten wäre die BVB Aktie ein spekulatives Investment, eben weil alles davon abhinge, ob der Ball an den Pfosten geht oder ins Tor. Derlei Wetten würde nur nur ein Fussballfan abschliessen, aber kein seriöser Investor.

Die letzte Saison war rein sportlich teilweise der reinste Horror, das Abschneiden in der Bundesliga war weit unter den Erwartungen aller Experten. Solche schlechte Nachrichten haben bei jeder anderen börsennotierten Firma unmittelbar eine Gewinn- oder Umsatzwarnung zur Folge. Das Gegenteil ist aber bei der BVB Aktie der Fall! Borussia Dortmund hatte die Konsens-Erwartungen der Analysten, die diese zu Beginn der Saison erstellt hatten, klar geschlagen. Prognostiziert wurden 259 Mio Umsatz, in einer schlechten Saison wurden daraus 276 Mio Umsatz plus 12 Mio aus der CL Ausfallversicherung, die in diesem Umsatz nicht auftauchen. Und obwohl man in dieser Saison lediglich Euro League spielt, werden auch die Erwartungen für die laufende Saison klar geschlagen.

Der sportliche Misserfolg hatte also keine wirklich negativen Auswirkungen, im Sinne von es müsse eine Umsatzwarnung abgegeben werden. Davon war Borussia Dortmund zu jedem Zeitpunkt weit entfernt!

Zudem gelang die finanzielle Gesundung bereits zu Beginn der Amtszeit von Watzke, obwohl es da sportlich zunächst schlechter lief:

Stuttgarter Zeitung, 29.11.2015
Der schwarz-gelbe Feuerwehrmann

"Watzkes Geschäftsführung zeitigte aber schon Erfolg, als die Mannschaft unter Bert van Marweijk und später Jürgen Röber sportlich immer weiter abrutschte."

Der später eingetretene Erfolg wäre ohne diese finanzielle Gesundung kaum möglich gewesen. Jürgen Klopp galt damals als ein sehr begehrter Trainer der kaum unterschrieben hätte, wenn sich die finanzielle Situation nicht klar gebessert hätte.

"als Klopp antrat, war der Club schon wieder ziemlich gesund. Watzke hatte an vielen Schrauben gedreht und vieles richtig gemacht."

Bisher hatte ich in den Medien noch keinen Artikel gefunden, der genau dies benennt:
Zuerst kam die finanzielle Gesundung, dann der Erfolg und nicht umgekehrt! Auch Tuchel hätte kaum unterschrieben, wenn man aufgrund des sportlich krassen Misserfolgs eine Gewinn- oder Umsatzwarnung abgeben hätte müssen. Stattdessen wurden die Konsenserwartungen der Analysten geschlagen, kein Topstar musste den Verein verlassen und Tuchel fand hervorragende Bedingungen vor, weshalb einer der begehrtesten deutschen Trainer auf dem Markt bei Dortmund unterschrieben hatte.